Auswandern nach Dänemark

by Carina on 25. Juni 2009

Die Dänen sollen das glücklichste Volk in Europa sein. Das Betriebsklima ist überall gut und der Arbeitsalltag ist locker. Das typisch deutsche „Ranklotzen“ ist hier ein Fremdwort. Das beste ist aber, dass es überall an qualifizierten Arbeitskräften mangelt. Selbst in der jetzigen Krisenzeit, hat man in Dänemark noch sehr gute Aussichten einen Job zu finden.
Gesucht werden qualifizierte Akademiker wie Ärzte, Ingenieure, Architekten, Biologen und Chemiker. Gefragt sind auch Fachkräfte aus dem medizinischen und pflegerischen Bereichen wie zum Beispiel Krankenschwestern und Altenpfleger. Die Baubranche kann ebenfalls nicht klagen, da der dänische Stadt kräftige Finanzspritzen garantiert hat. Hier fehlt es an Maurern, Elektrikern, Schlossern, Malern, Schreinern und Installateuren. Auch Helfertätigkeiten in der Landwirtschaft oder Fischproduktion stehen hoch im Kurs.
Sprachkenntnisse sind meist nicht erforderlich. Viele Dänen sprechen Deutsch und eine Verständigung in Englisch  ist problemlos möglich. Der dänische Staat fördert die Integration und der Besuch einer Sprachschule wird somit zum größten Teil finanziert. Üblich sind auch Zuschüsse vom künftigen Arbeitgeber.
Am einfachsten ist die Jobsuche über das Internet unter www.jobnet.dk, www.jobindex.dk und www.ofir.dk findet man tagesaktuelle Stellenangebote. Unter www.workimport.dk wird speziell nach ausländischen Arbeitskräften gesucht, so dass manche Anzeigen auch in deutscher oder englischer Sprache verfasst sind. Vorsicht ist geboten bei sogenannten Jobvermittlern. Die sind gerade in jüngster Zeit häufig in negative Schlagzeilen geraten. Oft verlangen diese hohe Vermittlungsgebühren, die man sich getrost sparen kann. Wer sich bereits in Dänemark befindet, der sollte sich spontan in den Personalbüros vorstellen. So hat schon mancher eine Arbeit gefunden.
Um in Dänemark tätig zu werden benötigt man eine Aufenthaltsgenehmigung „opholdsbevis“. Diese wird problemlos beim zuständigen Staatsamt ausgestellt. Wichtig ist auch der Eintrag in das Folkeregister. Mit dem Eintrag erhält man eine CPR-Nummer, die auch gleichzeitig die Krankenversicherung garantiert. Eine Steuerkarte erhält man problemlos. Dafür zuständig ist der örtliche „Skat-Center“ (Steuerbehörde). Man sollte schnellstens eine Konto bei einer dänischen Bank eröffnen, da für die Überweisungen nach Deutschland in der Regel hohe Gebühren entstehen. Adressen von Banken, Staatsämtern und Steuerbehörden findet man unter www.krak.dk.
Die Bruttobezahlung ist wesentlich höher als in Deutschland, jedoch wird vom Lohn ein hoher Steuerbetrag abgehalten. Die Steuer setzt sich aus dem „bundskat“ 5%, dem „mellemskat“ 6% oder dem „topskat“ 15% in Verbindung mit dem „kommuneskat“ und dem „amtskat“ (mindestens 30%) zusammen. Da bleibt als Nettolohn nicht viel übrig. Man sollte bedenken, dass auch die Lebenshaltungskosten höher sind als in Deutschland.
Ferner entsteht eine hohe Registrierungsgebühr für die Mitnahme des eigenen PKWs . Fast immer übersteigt diese Gebühr den eigentlichen Wert des Autos. Die Registrierung des PKWs ist Pflicht. Deutsche die in Dänemark leben, dürfen nur noch  maximal 2 Wochen den in Deutschland angemeldeten Wagen weiter führen.
Für den Übergang empfiehlt es sich in ein Ferienhaus zu ziehen. Die kann man überall anmieten. Wer sich nach der Probezeit entscheidet dort zu bleiben, der kann ohne großen Aufwand ein Haus kaufen. Beim Kauf ist allerdings ein Nachweis darüber zu erbringen, dass man seinen Wohnsitz und seinen Lebensmittelpunkt in Dänemark hat. In den ländlichen Gebieten, hier vor allem in Jütland, sind die Immobilienpreise günstiger als in Deutschland.

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Hansi Schlemmer 21. Dezember 2009 um 01:38

Find ich toll, macht weiter so!
Schöner Gruss
Hans

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