Jeder, der nur vorrübergehend austeigen will, kann sich bis zu 90 Tage auf Hawaii aufhalten. Hierfür reicht bei Bürgern aus der europäischen Union ein Reisepass. Wer länger oder sogar dauerhaft auf Hawaii leben will, muss die selben Hürden überwinden wie bei einer Einwanderung in die USA. Für den Inselstaat gilt keine Ausnahme. Am einfachsten ist auch hier der Weg über die Green Card Lotterie. Hochqualifizierte Fachkräfte, Bewerber mit bestimmten Qualifikationen, führende Manager und angesehene Professoren oder Forscher können auch ein Einwanderungsgesuch einreichen. Der Antrag für dieses Visum kann allerdings nur bei einer amerikanischen Botschaft oder einem amerikanischen Konsulat erfolgen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesstaaten der USA hat Hawaii die Weltwirtschaftskrise sehr gut weggesteckt. Der Tourismus bestimmt die wirtschaftliche Lage des Inselstaates und Urlauber strömen trotz der Krise in das Inselparadies. Alleine im letzten Jahr kamen über 7 Millionen Besucher nach Hawaii. Kein Wunder, dass der Tourismus den größten Anteil am BIP hat.
Auch der Flughafen von Honolulu ist ein wichtiger Trendsetter der hawaiischen Wirtschaft. Die Zahl der Starts und Landung steigt stetig an. Viele Airlines locken mit Stopps auf Hawaii bei den Flügen über den Pazifik. Dadurch kommen noch mehr Touristen. Auswanderer haben verständlicherweise im Tourismus die größten Jobchancen. Auch die Meeresforschung, das Militär und in jüngster Zeit auch die Filmindustrie sind wichtige Wirtschaftszweige Hawaiis. Der Export wird von der Landwirtschaft bestimmt. Hauptausfuhrprodukte sind Bananen, Zuckerrohr, Ananas, Nüsse, Tabak, Baumwolle, Papaya und Orchideen.
Wer es schafft eine begehrte Aufenthaltserlaubnis oder eine Green Card für Hawaii zu erhalten, ist arbeitstechnisch allerdings noch lange nicht im Paradies angekommen, zumindest dann nicht, wenn er nicht hochqualifiziert ist. Die meisten Jobs, die angeboten werden, sind Aushilfsjobs oder Helfertätigkeiten. Das gilt in der Hauptsache für die Bereiche Hotel, Landwirtschaft und Gastronomie. Zudem sind viele dieser Stellen an Saisonzeiten geknüpft. Wie überall in Amerika gilt auch hier das „Hire-and-Fire-Prinzip“. Das Arbeitsrecht ist nicht gerade arbeitgeberfreundlich gestaltet. Die Wochenarbeitszeit liegt in der Regel bei 40 Stunden. Im Krankheitsfall gibt es keinen Lohn und der jährliche Urlaubsanspruch liegt gerade mal bei zwei Wochen. Einen Anspruch darauf hat man allerdings erst nach zwei Arbeitsjahren. Wer keine akademische Ausbildung mitbringt braucht auf Hawaii mehrere Jobs um die Existenz absichern zu können. Der Mindestlohn liegt etwas über 6 Dollar. Doch die Gehaltsspannen sind sehr groß. Akademiker können schon ein Einstiegsgehalt von über 3000 Dollar erhalten, während Bürokräfte bei einer Vollzeitbeschäftigung gerade mal auf 1000 bis 2000 Dollar kommen. Von diesen Gehältern können Aushilfsjobber nur träumen.
Nicht nur die geringen Löhne sind ein großes Problem für Hawaii-Auswanderer. Auch die hohen Lebenshaltungskosten lassen die Haushalte schnell überschulden. Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauches sind ca. 30 % teurer als auf dem amerikanischen Festland. Das mit Abstand größte Problem für Neu-Hawaiier sind die hohen Immobilien- und Mietpreise. Die steigen übrigens stetig weiter an und es ist durchaus normal, dass man für eine Dreizimmerwohnung 1500 Dollar Miete bezahlen muss. Der Immobilienmarkt auf Hawaii ist mit der deutschen Insel Sylt vergleichbar.
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Zitat: Am einfachsten ist auch hier der Weg über die Green Card Lotterie.
Nein, das ist nicht der einfachste Weg und das gilt nicht nur für Hawaii. Der einfachste Weg ist nach 3 Monaten Aufenthalt, die Verlängerung um 3 Monte. Sind 6 Monate. Dann für 1-x Tage ausfliegen und man hat wiederum nach der Rückkehr ein halbes Jahr dazu (Prozedur, wie gehabt).
Warum ist das der einfachste und kostengünstige Weg?
Nun, wer 1 Jahr in einem Land lebt – Hawaii mal beiseite gelassen, obwohl es anderswo genau so ist – hat so viele Kenntnisse von dem entsprechenden Land erworben, dass er dann alle Wege kennt, aber wirklich alle, weil er sich damit tagtäglich befasst, um z. B. eine Einbürgerung zu bekommen. Und da gibt es in allen Staaten dieser Welt, ich kenne fast 40 aus eigener Erfahrung, zuhauf.
Ausnahmen, Sonderregelungen und sinnvolle und nützliche neue Beziehungen wurden dabei aufgebaut, die fast immer eine Einbürgerung oder Dauer-Residenz ermöglichen ( u. a. Heirat, Firmenbeziehungen, Selbständigmachen, persönlich aufgebaute neue Beziehungen), um ur mal diese zu nennen.
Das ist allerdings ein Weg, der Deutschen wenig passt, denn die wollen nur den Weg gehen, der offiziell vorgeschrieben und bekannt ist, alles andere empfinden sie als nicht gangbar und plappern das offizielle einfach nach als unumstößliches Gesetz oder mit nicht zumutbar und nicht legal. Aber den Weg, den ich oben beschrieb, gehen Tausende und habe in meinen Beratungen damit bisher genügend Lob geerntet.
Aber jeder kann machen, was er will. Nur mein Weg ist der einfachste und letztendlich der kostengünstigste und befreit von jedem Stress und Ärger.
Grus aus Panama
Ramiro
Hallo Ramiro,
danke auch Dir für den Tipp. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es ziemlich kompliziert ist für die USA ein H1-B-Visum, ein H2-B-Visum oder ein O1-Visum zu erhalten und nicht jede Anstregung ist von Erfolg gekrönt. Selbst wenn man alle Bedingungen erfüllt, heißt es noch lange nicht, dass man das Visum auch erhält. Zudem scheuen auch viele amerikanische Arbeitgeber den bürokratischen Weg, da ein Gesuch oft langwierig ist. Daher würde ich speziell für die USA allen Auswanderungsinteressierten sagen, dass sie bei der Green Card Lotterie mitspielen sollten.
Viele Grüße
Carina
Zitat: Der einfachste Weg ist nach 3 Monaten Aufenthalt, die Verlängerung um 3 Monte. Sind 6 Monate. Dann für 1-x Tage ausfliegen und man hat wiederum nach der Rückkehr ein halbes Jahr dazu ….
Zu bedenken ist dabei aber, dass man so in den meisten Ländern nicht arbeiten darf. Illegal arbeiten kann aber zu großem Ärger führen und möglicherweise die Erlangung einer Daueraufenthalts-Genehmigung erschweren.
Wenn man genug Kapital hat, um 1 Jahr Urlaub zu machen, ist das natürlich eine feine Sache.