Auswandern nach Schweden

by Rainer on 8. März 2009

Bei deutschen Auswanderern stehen die skandinavischen Länder hoch im Kurs. Schweden ist dabei keine Ausnahme. 2007 suchten 3.378 Deutsche eine neue Zukunft in Schweden (Quelle: www.schweden-seite.de). Ähnlich wie in den skandinavischen Nachbarländern lockt Schweden vor allem mit seinem ausgesprochen hohen Sozial- und Lebensstandard. Für junge Familien mit Kindern besteht eine ausgezeichnete, flächendeckende Kinder- und Schulbetreuung. Viele Auswanderer erhoffen sich dadurch Familie und Karriere im neuen Heimatland besser vereinbaren zu können. Schweden lockt zudem mit modernen Metropolen, wie Göteborg und Stockholm oder einem Leben in der Ruhe und Abgeschiedenheit der weitläufigen schwedischen Natur.

Schweden ist Mitglied der Europäischen Union und bietet somit Deutschen einen guten Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt. Zur Einreise genügt schon ein einfacher Reisepass. Ab einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten ist dann ein Eintrag im sogenannten Migrationsverket, dem Amt für Migration, notwendig. Dieser kann unproblematisch und schnell per Internet unter der Internetseite www.migrationsverket.se erledigt werden. Weitere unmittelbare Behördengänge sind nicht notwendig. Im nächsten Schritt sollte jedoch daran gedacht werden ein schwedischen Bankkonto zu eröffnen, da Schweden kein Mitglied der Eurozone ist. Dies spart unnötige Gebühren und ermöglicht eine schnelle Verbindung zu der schwedischen Krone. Sehr gute Informationen und Tipps für die ersten Schritte in Schweden finden sich auf www.inschweden.se, einem Netzwerk von deutschen Auswanderern. Zudem biete die Seite des Bundesverwaltungsamtes eine Übersicht über Aspekte, die im Vorfeld einer Auswanderung zu erledigen sind (www.bva.bund.de).

Viele Auswanderer locken die besseren Verdienstmöglichkeiten nach Schweden. Doch hier sollte vorher genau hingeschaut werden. Je nach Region und Berufstand können starke Differenzen auftreten, die im Vorfeld mit dem deutschen Gehalt verglichen werden sollten. Die Steuerlast ist im EU-Vergleich mit maximal 55% ebenfalls hoch, was jedoch durch geringe Sozialabgaben ausgeglichen wird. Informationen zu den Lohnniveaus und den zu erwartenden Abgaben finden sich beim Statistiska centralbyrån (www.scb.se). Neben den Löhnen variieren die Lebenshaltungskosten teilweise stark zwischen den Regionen. Die Hauptstadt Stockholm ist mit Abstand am teuersten, bietet aber auch die höchsten Löhne. Aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten ist es daher ratsam nicht allein auf ein ausreichendes finanzielles Polster zu setzen. Empfehlenswert wäre es direkt mit einer Job-Offerte nach Schweden zu kommen. Ein Aspekt ist zudem, dass auch in Schweden die Folgen der Hypothekenkrise zu spüren sind. In 2008 kühlte sich die Wachstumsprognose von 2,6% auf 1,8% ab. Als Resultat wird auch in Schweden mit einer steigenden Arbeitslosenquote gerechnet, die für 2009 auf 7% ansteigen soll (Quelle: www.inschweden.se). Gute Aussichten auf einen Job besitzen Fachkräfte im Bauwesen, der Industrie, Computertechnik und Informatik sowie Lehrer und Pädagogen. In ländlichen Gebieten werden zudem Ärzte und Pflegepersonal gesucht. Hier können mitunter besonders attraktive Konditionen, wie die Erstattung der Umzugskosten und geringere Arbeitszeiten, winken. Informationen zu offenen Stellen in allen Bereichen finden sich u.a. im Eures-Portal (www.ec.europa.eu/eures), dem schwedischen Arbeitsportal (www.ams.se) oder unter privaten Suchbörsen wie www.monster.se, www.csjobb.idg.se und www.stepstone.se.

Neben einem beruflichen Auskommen und einem Maß an finanzieller Sicherheit ist eine Integration in die schwedische Gesellschaft wünschenswert. Hier spielt die Sprache eine wichtige Rolle. Für Einwanderer bietet der schwedische Staat kostenlose Sprachkurse an (Sfi-svenska för invandrare), die in den regionalen Einrichtungen der Erwachsenenbildung abgehalten werden (www.syoguiden.com/komvux). An den deutschen Volkshochschulen können bereist im Vorfeld der Auswanderung Sprachkurs besuchen werden (www.vhs.de). Inwieweit im Job sprachliche Kenntnisse erforderlich sind, hängt nicht zuletzt vom Arbeitgeber und der Branche ab. Viele Schweden sprechen nahezu perfekt Englisch, so dass eine Verständigung im Alltag auch ohne schwedisch möglich ist. In den größeren Städten dürften daher weniger Probleme auftreten. In ländlichen Gebieten ist es ratsamer über schwedische Sprachkenntnisse zu verfügen.

In Schweden begegnet deutschen Einwanderern keine negative Grundeinstellung. Während des zweiten Weltkrieges war Schweden neutral und wurde daher weitestgehend von den Kriegswirren verschont. Es gibt eine allgemeine Ablehnung gegen bestimmte Verhaltensweisen, die sich jedoch nicht auf eine Nationalität beschränken. Generell ist die schwedische Gesellschaftsordnung sehr liberal und offen.

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{ 2 comments… read them below or add one }

julia 10. April 2009 um 14:12

Schweden klingt eigentlich sehr gut.Das Angebot ist auch sehr gut.Ich war noch nie da,ich werde mal überlegen und dann werde wieder schreiben.Danke für den Tipp.

Harald 20. September 2009 um 11:01

Hallo Julia,

wir leben seit Februar 2008 in Schweden und haben eine Homepage http://www.h-y-kehne.de.tl mit vielen Infos und Bildern darüber erstellt, kannste ja mal reinschauen und dich übers Auswandern nach Schweden informieren.

Viele Grüße aus Småland
Harald

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